Aus Heuschnupfen kann Asthma werden

Der Pollenflug beginnt immer früher. Schon im Januar wurden Pollen von Hasel und Erle gesichtet. Als nächstes machen sich die Pollen der Birke auf den Weg. In der Regel beginnt die Saison Anfang April.

Aus Heuschnupfen wird Asthma

Für Menschen mit Heuschnupfen beginnt damit wieder eine harte Zeit. Typische Symptome bei Heuschnupfen: Andauernde Niesanfälle, Fließschnupfen, Augenjucken.

Wichtig: Der Heuschnupfen sollte schnellstens behandelt werden. Denn aus Heuschnupfen kann Asthma werden. Der Arzt spricht vom „Etagenwechsel“. Die Symptome rutschen von der Nase sozusagen eine Etage tiefer, wandern in die Bronchien der Lunge. Grund: Nase und Lunge haben ähnliche Schleimhäute, auf denen sich die allergieauslösenden Stoffe ausbreiten können.

Typische Symptome bei allergischem Asthma: Husten, pfeifende Atmung, Luftnot. Besonders belastend ist der trockene Reizhusten, der sich oft einstellt.

Wie beim Heuschnupfen sind auch beim allergischen Asthma Allergene die Auslöser. Man unterscheidet saisonabhängige Allergene wie Blüten- oder Gräserpollen von ganzjährig vorkommenden Allergenen, wie Hausstaub oder Schimmelpilzen. Und auch Nahrungsmittel wie Nüsse oder Mehlstaub können Auslöser sein. Werden sie eingeatmet und kommen in Kontakt mit den Bronchien, lösen sie eine allergische Reaktion des Körpers aus, die lebensbedrohlich werden kann.

Beste Vorbeugemaßnahme vor allergischem Asthma: Wer länger anhaltenden Schnupfen oder Hustenanfälle hat, sollte von einem Arzt prüfen lassen, ob nicht vielleicht eine Allergie die Ursache des Leidens ist. Der Facharzt (Allergologe) ermittelt durch Hauttests und Blutuntersuchungen den allergieauslösenden Stoff und macht Lungenfunktionstests. Ist das Allergen erst einmal festgestellt, ist die beste Behandlung: Den Stoff meiden! Ist das nicht möglich beziehungsweise ist die Krankheit schon weiter fortgeschritten, muss mit Medikamenten behandelt werden.

Für die Therapie des Heuschnupfens und auch des allergischen Asthmas stehen zahlreiche gute Arzneien zur Verfügung: Medikamente, die die Bronchien erweitern, entzündungshemmende Mittel sowie antiallergische Präparate. Hilfreich sind außerdem Kortison-Präparate, die die chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut lindern. Tipp: Örtlich angewendet, z. B. als Spray für die Atemwege, hat es viel weniger Nebenwirkungen als in Tabletten- oder Spritzenform.

Vorbeugend und langfristig angelegt ist die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt. Dabei werden die Allergene in aufbereiteter Form unter die Haut gespritzt. Das Immunsystem lernt nach und nach mit den Allergenen umzugehen, die auslösenden Stoffe werden nicht mehr als Fremdkörper bekämpft.

 

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