Diabetes und Verstopfung

Wenn es um Diabetes geht, wird oft über mögliche Folgeerkrankungen gesprochen, aber selten darüber, welche Beschwerden im Rahmen der Erkrankung auftreten können. Ein sehr häufiges Symptom ist Verstopfung. Auch Übelkeit oder Völlegefühl können auftreten. Experten gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der Diabetiker über Beschwerden im Magen-Darm-Trakt klagt – die meisten davon leiden an Verstopfung.

Bauchschmerzen sind ein typisches Symptom.

Ursache für Diabetes und Verstopfung ist meistens eine Nervenschädigung, die so genannte autonome Neuropathie. „Autonom“ bedeutet, dass diese Nervenzellen nicht dem Willen unterliegen, sondern der Körper die Funktionen selbst steuert. Der hohe Blutzucker greift die Nervenfasern der inneren Organe wie Magen und Darm an. Dadurch werden Nervensignale verlangsamt weitergeleitet. Die Darmbewegungen lassen nach. Verstopfung entsteht.

Die Behandlung der Verstopfung sollte bei Diabetikern mehrgleisig erfolgen:

Die Blutzuckerwerte müssen optimal eingestellt werden.

Die Umstellung der Ernährung ist die wichtigste Maßnahme. Die Kost sollte ballast- und mineralstoffreich sein. Gut sind viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte, wie zum Beispiel Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornreis. Die Ballaststoffe sind deswegen gut, weil sie im Darm aufquellen und den Stuhl weich und gleitfähig machen. Er braucht dann weniger Zeit, um den Darm zu passieren. Zudem helfen Ballaststoffe beim Abnehmen, da sie nachhaltig sättigen und dem Körper kaum Energie bereitstellen.

Empfehlenswert ist ferner, immer genügend zu trinken. Denn die Ballaststoffe brauchen Flüssigkeit um aufzuquellen. Hier bieten sich vor allem Mineralwässer an, da sie keine Kalorien enthalten, aber wichtige Mineralstoffe liefern.

Auch Bewegung ist wichtig für die Verdauung, denn die Bauchmuskeln unterstützen den Darm bei seiner Arbeit.

Vorübergehend können Abführmittel, auch Laxanzien genannt, genommen werden. Da diese als Nebenwirkung häufig Blähungen verursachen, sollten sie nur kurzfristig eingesetzt werden. Bei längerfristiger Einnahme kann es zu einer Gewöhnung kommen. Auch können Verschiebungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes auftreten.

 

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