Eileiterentzündung ist gefährlich

Die Erkrankung beginnt meistens plötzlich mit Unterbauchschmerzen, Fieber und Schwächegefühl. Typisch für eine Eileiterentzündung ist auch Ausfluss aus der Scheide. In manchen Fällen treten kaum Beschwerden auf, so dass die Krankheit erst bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt bemerkt wird.

Bauchschmerzen sind ein typisches Symptom.

Die Eileiterentzündung wird durch Bakterien ausgelöst, meistens durch Chlamydien. Diese werden auf sexuellem Weg übertragen. Die Bakterien wandern von der Scheide zu den Eileitern. Auch Gonokokken, die Erreger der Gonorrhö (Tripper), können eine Eileiterentzündung verursachen.

Eine Eileiterentzündung ist gefährlich und sollte unbedingt schnell behandelt werden, sonst schreitet sie im schnellen Tempo voran. So kann es zu Eiteransammlungen (Abszessen) in den Eileitern kommen. Es ist auch möglich, dass die Infektion auf andere Organe übergreift. Im Extremfall entzündet sich das Bauchfell im gesamten Bauchraum. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Keime über die Blutbahn ausbreiten und zu einer Blutvergiftung führen. Als Langzeitfolgen kann es zu Vernarbungen und Verwachsungen an den Eileitern und damit zur Unfruchtbarkeit kommen.

Besteht der Verdacht auf eine Eileiterentzündung, entnimmt der Arzt zum Nachweis der Erreger zunächst einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Außerdem wird er Blut abnehmen, um Entzündungszellen im Körper nachzuweisen. Eine Ultraschalluntersuchung steht ebenfalls auf dem Programm. Um die Eileiter genau zu betrachten und die Diagnose Eileiterentzündung zu sichern, ist oft eine Bauchspiegelung notwendig. Dabei können gegebenenfalls auch Abzesse an den Eileitern geöffnet und der Eiter abgelassen werden.

Behandelt wird die Eileiterentzündung immer mit Antibiotika, um die Bakterien zu vernichten. Je nach Ausmaß der Infektion werden verschieden stark wirkende Antibiotika verschrieben. Manchmal ist ein kurzer Krankenhausaufenthalt notwendig. Bis eine akute Entzündung abklingt, vergehen gewöhnlich ein bis zwei Wochen.

Bei einer sehr starken Eileiterentzündung kann auch eine Operation mit Entfernung des Eileiters und der Eierstöcke notwendig sein. Zum Glück kommt das aber selten vor.

Bei sicherem Nachweis einer Chlamydien- oder Gonokokkeninfektion sollte sich der Partner der Patientin zeitgleich mit einem Antibiotikum behandeln lassen, da andernfalls genitale Infektionen wieder auftreten können. Vorbeugen ist möglich: Kondome schützen vor sexuell übertragbaren Erkrankungen und deren schweren Folgen, wie zum Beispiel die Eileiterentzündung.

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