Gesichtsschmerzen – Therapie kann helfen

Gesichtsschmerzen können das Leben der Betroffenen zur Hölle machen. Es gibt mehrere mögliche Ursachen für Gesichtsschmerzen. Eine der häufigsten ist die Trigeminusneuralgie. Typisch sind hierbei einschießende, oft nur wenige Sekunden anhaltende starke Schmerzen im Gesicht – fast wie ein Stromschlag. Diese Attacken wiederholen sich mehrmals am Tag.

Gesichtsschmerzen treten oft auch in der Wange auf.

Die Schmerzen bei der Trigeminusneuralgie können durch eine Reizung des Trigeminusnerven entstehen. Der Trigeminusnerv übermittelt normalerweise Empfindungen im Bereich des Gesichts direkt an das Gehirn. Manchmal drückt jedoch ein Blutgefäß oder ein Tumor auf den Nerv oder eine Entzündung verursacht Schäden der Nervenumhüllung. Es kommt zu fehlerhaften Signalübertragungen des Nervs, die die Schmerzen verursachen.

Die Schmerzen treten typischerweise in der Stirn, in den Wangen oder im Unterkiefer auf. Der Grund: Der Trigeminusnerv verzweigt in drei Ästen und versorgt somit drei Gebiete. Der eine führt in die Stirn, der andere in die Wange, der letzte in den Unterkiefer.

Oft kommt es im Rahmen einer anderen Erkrankung zu einer Trigeminusneuralgie – zum Beispiel bei Multiple Sklerose. Aber auch bei einem Tumor oder Schlaganfall können Blutgefäße im Gesicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Zunächst wird versucht, mit Medikamenten eine Besserung zu erzielen. Das gelingt in der Regel auch. Oft werden Mittel gegen Epilepsie eingesetzt. Sie reduzieren die gesteigerte Erregbarkeit der Nerven.

Bleiben die Schmerzen trotz Medikamenteneinnahme, gibt es weitere Therapien:

● Injektionen mit örtlichen Betäubungsmitteln

● Zwischen das Blutgefäß und den Trigeminusnerv wird ein winziges Muskelstück gesetzt, um Druck vom Nerven zu nehmen.

● Der schmerzhafte Nerv wird verödet.

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