Schwangerschaftskomplikation Gestose

Fünf bis zehn Prozent aller werdenden Mütter bekommen eine Gestose, auch EPH-Gestose genannt – abgeleitet von den klassischen Symtomen: Ödeme (Edema), Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Bluthochdruck (Hypertension). Sie ist sehr gefährlich für Mutter und Kind.

Um in der Schwangerschaft nicht an Gestose zu erkranken, ist gesunde Ernährung besonders wichtig.

Die genauen Ursachen der Gestose sind immer noch unbekannt. Der Mangel an Nährstoffen spielt aber eine große Rolle. Einige Schwangere nehmen zu wenig Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe auf, dafür aber viel zu viel Fett und Zucker. Auffälligerweise finden sich sehr viele übergewichtige Frauen unter den Betroffenen.

Wichtig zu wissen: In der Schwangerschaft braucht man mehr Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe (zum Beispiel Salz). Das Baby benötigt diese Nährstoffe, um richtig wachsen zu können. Außerdem sind sie für den Blutkreislauf der werdenden Mutter wichtig. Grund: Die Nährstoffe helfen dem Blut, Wasser an sich zu binden. Nur dann kann es richtig fließen und den Körper versorgen.

Fehlen die wasserbindenden Substanzen im Blut, kann das Wasser nicht mehr im Blut festgehalten werden, sondern versickert im Gewebe. Es bilden sich die für die Gestose typischen Ödeme. Durch das fehlende Wasser wiederum dickt das Blut immer mehr ein.

Folge: Der Körper steigert den Blutdruck, um die Gefäße wieder besser zu durchbluten – und damit erklärt sich das zweite Symptom der Gestose: der erhöhte Blutdruck. Bleibt der Blutdruck längere Zeit auf dem hohen Niveau, scheiden die Nieren mehr Eiweiß aus – und so kommt es zum dritten Symptom der Gestose: Plötzlich befinden sich größere Mengen Eiweiß im Urin.

Die beste Behandlung der Gestose ist auch die beste Vorbeugung: Sich ausgewogen ernähren. Ebenfalls wichtig: Genug trinken (zwei Liter täglich).

Leichtere Fälle von Gestose bekommt man häufig allein damit in den Griff, dass man sich gesund ernährt und Stress vermeidet. Steigt der Blutdruck über 140/90 mmHg, muss er genau überwacht werden. Gegebenenfalls müssen blutdrucksenkende Mittel genommen werden. Gefürchtet wird vor allem eine Eklampsie, eine Komplikation der Gestose, bei der es zu lebensgefährlichen Krampfanfällen der Mutter kommt. Kopfschmerzen und Augenflimmern weisen auf eine drohende Eklampsie hin.

Ziel aller Gestose-Therapien ist es, die Schwangerschaft möglichst lange fortzuführen. Die Ärzte versuchen immer, möglichst nah an den geplanten Geburtstermin heranzukommen.

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