Glaukom – neue OP-Methode schont Bindehaut

Das Glaukom, umgangssprachlich Grüner Star genannt, ist einer der häufigsten Ursachen für Blindheit. In Deutschland sind bereits 800 000 Menschen erkrankt. Etwa drei Millionen Menschen haben einen zu hohen Augeninnendruck - und das ist der wichtigste Risikofaktor für den Grünen Star.

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In aller Regel wird zunächst mit Medikamenten versucht, den Augendruck zu senken. Ist dies nicht ausreichend, kommt eine Operation in Frage. Bisher musste die Bindehaut großflächig aufgeschnitten werden. Nun wurde ein Gerät entwickelt, mit dem die Bindehaut unangetastet bleibt: das Trabektom.

Jetzt kann viel schonender operiert werden. Das Trabektom ist ein winziges Gerät, das wie eine Nadel aussieht. Erst unter der Lupe wird sichtbar, dass es ein kleines Elektromesser, einen Absaug- und Infusionskanal enthält.

Bei dem zehnminütigen Eingriff in lokaler Betäubung wird ein 1,7 Millimeter kleiner Schnitt am Rand der Hornhaut gemacht. Über diesen Schnitt wird erkranktes Gewebe abgetragen. So verbessert sich die Ableitung für das Kammerwasser. Das Kammerwasser spielt eine große Rolle für den Augendruck. Es wird in der hinteren Kammer des Auges, einem Spalt hinter der Linse, gebildet und versorgt Augenlinse und Hornhaut mit Nährstoffen. Durch die Pupille gelangt es in die vordere Augenkammer, wo es durch feinste Kanälchen wieder abfließt. Normalerweise herrscht zwischen Bildung und Abfluss des Kammerwassers ein Gleichgewicht, das den Augeninnendruck konstant hält. Beim Glaukom ist dieser Abfluss behindert.

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