Heizungsluft kann krank machen

Während es draußen stürmt und schneit, erwartet uns in der Wohnung behagliche Wärme. Doch was eigentlich für Wohlbefinden sorgt, stellt nicht selten ein Gesundheitsrisiko dar.

Trockene Heizungsluft kann auf Dauer zu Atemproblemen führen.

Trockene Heizungsluft reizt vor allem die Schleimhäute in den oberen Atemwegen: Durch die trockene Wärme verkleben die feinen Flimmerhärchen im Naseninneren. Sie verlieren damit immer mehr ihre Schutz- und Reinigungsfunktion. Normalweise filtern unsere Flimmerhärchen in der Nase Verunreinigungen aus der Luft. Eingeatmete Viren und Bakterien bleiben in einem Schutzfilm hängen und werden dann von den sich regelmäßig bewegenden Flimmerhärchen der Schleimhaut wieder abtransportiert. Sind die Flimmerhärchen jedoch verklebt, können sich die Viren und Bakterien einnisten. Über den Nasen-Rachen-Raum breiten sie sich oft weiter aus. Schnupfen und Husten können die Folgen sein. Und selbst wenn keine schmerzhafte Entzündung entsteht, kommt es mitunter zu Beschwerden: Trockene Schleimhäute können einen Juckreiz auslösen und somit häufiges Niesen verursachen.

Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen leiden bei trockener Heizungsluft besonders stark. Der Grund: Die größere Verdunstung in der trockenen Luft macht kursierende Tröpfenkeime flugfähiger. Folglich werden sie leichter aufgewirbelt und auch leichter eingeatmet. Die Beschwerden von Asthma-Patienten können sich durch die trockene Raumluft verstärken.

Auch die Schleimhäute im Augenbereich leiden bei trockener Heizungsluft. Normalerweise werden die Augen durch den regelmäßigen Lidschlag gut befeuchtet. Damit werden Schmutzpartikel ausgeschwemmt. Ohne ausreichenden Tränenfilm trocknen die Horn- und Bindehaut aus. Es können Verletzungen entstehen und Bakterien eindringen.

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