Herzschwäche mit Strom behandeln

Die Herzschwäche zählt zu einer der häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage, genug Blut in den Kreislauf zu pumpen. Dadurch können das Gehirn, alle Körperorgane sowie die Muskeln nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden. Typische Symptome: Atemnot, Müdigkeit, Schwächegefühl.

Typische Symptome bei Herzinsuffizienz sind Müdigkeit und Schwächegefühl.

Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen. Mögliche Ursachen:

In bis zu 70 Prozent der Fälle ist eine koronare Herzkrankheit, also eine Erkrankung der Herzkranzgefäße mit einem Herzinfarkt vorausgegangen.

Auch Herzklappenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen kommen in Frage.

Daneben stellt Bluthochdruck den größten Risikofaktor dar.

Übergewicht und hohe Blutfettwerte gelten ebenfalls als Auslöser.

In der Regel wird bei Herzschwäche zunächst versucht, mit Medikamenten eine Besserung zu erzielen. Für Patienten, bei denen alle anderen Therapien bisher keinen Erfolg brachten, gibt es jetzt eine neue Behandlungsmethode: Die so genannte Vagus-Stimulation. Für diese Patienten kamen bisher nur noch aufwendige „Unterstützungssysteme“ oder eine Herztransplantation in Frage. Viele stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Doch diese sind knapp.

Die Vagus-Stimulation soll das vegetative Nervensystem beeinflussen, also das Zusammenspiel von beruhigendem Parasympathikus und aktivierendem Sympathikus.

Das Verfahren basiert auf der Annahme, dass der so genannte Vagus-Nerv nicht ausreichend arbeitet. Bei dem „Vagus“ handelt es sich um einen Hirnnerv. Er ist der größte Nerv des Parasympathikus und an der Regulation fast aller inneren Organe beteiligt. Ein Pulsgenerator soll die Aktivität des Nervs steigern und so die geschwächte Pumpleistung des Herzens verbessern.

Und so wird die Vagus-Stimulation durchgeführt: Der Arzt implantiert dem Patienten im Bereich des Brustkorbs einen kleinen schrittmacherähnlichen Impulsgeber unter die Haut. Von dort führt ein Draht bis zum Vagusnerv am Hals. Wird der Nerv durch die künstlich verabreichten Impulse aktiviert, beruhigt sich das Herz.

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