Inhalieren – der Erkältung Dampf machen

Der Herbst naht und mit ihm die Erkältungszeit. Gerade bei den ersten Anzeichen einer Erkältung können Inhalationen mit Kräutern oder ätherischen Ölen die Beschwerden lindern.

Inhalationen mit Kräutern helfen oft gut gegen eine Erkältung.

Das heilende Prinzip ist einfach, die Wirkung enorm: Man stellt eine Schüssel auf einen Tisch, füllt diese mit heißem Wasser und hält dann den Kopf darüber. Nun einfach ein Handtuch überstülpen und die Dämpfe einatmen.

Inhalieren befeuchtet die trockenen Schleimhäute und verbessert die Durchblutung im Nasen- und Rachenraum. Der festsitzende Schleim in Nase und Bronchien kann leichter ausgeschnäuzt werden. Das Atmen wird wieder leichter.

Als Inhalationszusätze sind getrocknete Pflanzenteile gut geeignet, wie etwa Extrakte der Kamille. Diese wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Die Zubereitung ist einfach: 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, 2 Esslöffel der Heilpflanze zufügen, alles 5 Minuten ziehen lassen und dann den Dampf inhalieren.

Auch ätherische Öle befreien die Atemwege. Am verträglichsten sind Thymian-, Salbei- und Lavendelöl. Bei Erkältungen haben sich auch Latschenkiefernöl, Fichtennadelöl, Kiefernnadelnöl und Eukalyptusöl bewährt. Dosierung: 2 bis 6 Tropfen auf 1 Liter heißes Wasser. Tipp: Am besten mit wenigen Tropfen beginnen. Wenn man den Duft gut verträgt, kann man etwas mehr tröpfeln.

Das Inhalieren mittels Schüssel birgt allerdings auch Risiken. Kippt das Gefäß mit der heißen Flüssigkeit um, kann es zu Verbrennungen kommen. Außerdem gelangen die Dämpfe nicht nur in Mund und Nase ein, sie können die Augen reizen.

Sicherer, vor allem wenn es um ein Kind geht, ist ein Dampfinhalator aus der Apotheke. Inhaliert wird bei diesen Geräten durch eine Mund-Nasen-Maske. In das Innere des Inhalators kommt eine bestimmte Menge Wasser plus gegebenenfalls ein Zusatz. Gut geeignet sind auch hier pflanzliche Zusätze oder ätherische Öle.

Wer mit dem Inhalieren noch tiefer in die Atemwege vordringen möchte, sollte einen so genannten Düsenvernebler verwenden. Dieser erzeugt sehr feine Tröpfchen, die bis in die Bronchien vordringen können. In dem Vernebler wird die Inhalationslösung entweder mit Ultraschall oder mittels Druckluft über eine Düse zerstäubt.

Da der erzeugte Dampf kühl ist, können schon Kinder damit inhalieren. Im Idealfall wird zusätzlich eine Kochsalzlösung in das Gerät füllt. Das befeuchtet und reinigt die Atemwege optimal. Das Abhusten wird erleichtert.

Wer erkältet ist, kann zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Minuten inhalieren – unabhängig davon, welches Gerät man benutzt. Beim Inhalieren sollte man langsam und tief ein und genauso entspannt wieder ausatmen.

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