Korpuspolypen: Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut

Blutungen in der Postmenopause und Schmierblutungen zählen zu den typischen Beschwerden. Auch Schmerzen und vermehrter Ausfluss können hinzukommen. Korpuspolypen sind gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut, die im Bereich des Gebärmutterkörpers liegen.

Frauen in den Wechseljahren sind häufiger gefährdet Korpuspolypen treten meistens in den Wechseljahren auf

Korpuspolypen entstehen vor allem in den Wechseljahren, wenn der Hormonspiegel durcheinander gerät. Die betroffenen Frauen haben einen erhöhten Östrogenspiegel, der die Schleimhaut zu einem vermehrten Wachstum anregt. Meistens handelt es sich um dickere Frauen. Denn Östrogene werden nicht nur in den Eierstöcken, sondern auch im Fettgewebe produziert.

Die Polypen können unterschiedlich groß sein. Der Frauenarzt kann sie mit einer Ultraschalluntersuchung von der Scheide aus diagnostizieren.

Da die Korpuspolypen zu 99 Prozent gutartig sind, müssen sie nicht zwangsläufig entfernt werden. Eine Behandlung braucht nur begonnen zu werden, wenn die Patientin Beschwerden hat. Bei kleinen Polypen kann man versuchen, mit einer reinen Gestagenpille das Wachstum der Polypen zu stoppen – oder sie sogar zum Schrumpfen zu bringen.

Große Polypen werden in der Regel entfernt. Dafür wird eine so genannte Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) durchgeführt. Diese ermöglicht dem Arzt über den natürlichen Zugangsweg der Scheide in das Innere der Gebärmutter zu gelangen. Die Polypen werden dann ausgeschabt. Um sicherzugehen, dass wirklich keine bösartigen Zellen vorhanden sind, wird das Gewebe anschließend mikroskopisch untersucht.

Viele Frauen haben Angst, dass die Korpuspolypen wiederkommen. Um vorzubeugen, sollten die betroffenen Frauen versuchen, Übergewicht zu vermeiden.

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