Kranke Niere – was tun?

Viele Menschen leiden unter einer eingeschränkten Nierenfunktion. Das kann gefährlich werden. Denn im schlimmsten Fall kommt es zum Nierenversagen. Das Problem: Nierenerkrankungen werden oft erst sehr spät entdeckt. Denn anfangs machen sie kaum Beschwerden. Erst in einem späten Stadium klagt der Patient über Übelkeit, Müdigkeit und eine verringerte Harnausscheidung. Später kann es zu Fieber, zu dumpfen Schmerzen im Bereich der Niere sowie Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) kommen.

Eine Nierenerkrankung kann durch einen Bluttest diagnostiziert werden

Die Nieren – als Paar angelegt – erfüllen im Körper wichtige Aufgaben. Daher sind sie sehr gut durchblutet. Die Nieren arbeiten wie eine Entgiftungsstation. Die Niere besteht aus über einer Million kleinster Röhrchen, die Schadstoffe aus dem Körper ausfiltern. Sie produzieren damit den Harn, der über Blase dann ausgeschieden wird. Außerdem regeln die Nieren den Wasserhaushalt des Körpers und produzieren körpereigene Hormone.

Erkrankungen der Niere, medizinisch Nephropathie genannt, können verschiedene Ursachen haben. Häufig hat der Patient eine nicht behandelte Grunderkrankung wie Diabetes. Durch den hohen Zucker werden die feinen Blutgefäße der Nierenkörperchen zerstört. Es können auch Schadstoffe wir Schmerzmittel oder Umweltgifte die Niere auf Dauer beeinträchtigen.

Erkrankt das Nierengewebe, geht immer mehr Gewebe verloren. Folge: Die Niere kann nur noch eingeschränkt arbeiten. Das Endstadium, das Nierenversagen, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Denn giftige Harninhaltsstoffe können nunmehr nicht mehr ausgeschieden werden.

Nierenerkrankungen können zweifelsfrei diagnostiziert werden. Und zwar mit einem Urintest (Messung der Konzentration eines Eiweißes, des Albumins) und einem Bluttest (Bestimmung des Stoffwechselproduktes Kreatinin).

Im Mittelpunkt der Behandlung steht, die Grunderkrankung zu beheben. Oft werden harntreibende Medikamente gegeben. Verschlechtert sich die Nierenfunktion weiter, bleibt nur noch die künstliche Blutreinigung (Dialyse), um die Schadstoffe aus dem Körper auszuleiten. Doch keine Angst: Oft erholen sich die Nieren bei rechtzeitiger Behandlung wieder.

Zur Entlastung der Nieren empfiehlt es sich, mehr zu trinken und ein paar Tage zu fasten. Dann sollte man in puncto Ernährung darauf achten, mehr Rohkost und eiweißarme, aber kalziumreiche Nahrung zu sich zu nehmen.

 

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