Krebsvorsorge – Was bedeutet der PAP-Abstrich?

Einmal im Jahr sollte jede Frau zur Krebsvorsorge zum Frauenarzt gehen. Nur so kann Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkannt werden. Weil Krebs am Gebärmutterhals nur langsam wächst, hat man sehr gute Heilungschancen im Fall einer Krebserkrankung.

Jede Frau sollte einmal pro Jahr zur Krebsvorsorge gehen

Bei der Krebsvorsorge wird ein Zellabstrich vom Gebärmuttermund entnommen. Die Zellen werden mikroskopisch untersucht. Das Untersuchungsergebnis wird dann in verschiedene Klassen eingeteilt. Benannt ist dieses „Klassensystem“ nach seinem griechischen Begründer Papanicolaou. Deshalb wird es auch häufig als PAP-Abstrich bezeichnet.

Seit Einführung der Krebsvorsorge im Jahr 1971 ist die Gebärmutterhalskrebs-Rate um 70 Prozent gesunken. Damit ist der PAP-Abstrich der wirksamste Test aller Zeiten.

Beim PAP-Test gibt es Kategorien von I bis V (harmlos bis ernst). Es wird beurteilt, ob die Zellen normal entwickelt oder Veränderungen feststellbar sind:

PAP I: Die Zellen sind normal. Es gibt keine Auffälligkeiten.

Was tun? Erneute Untersuchung nach einem Jahr im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung.

PAP II: Normales Zellbild mit einigen entzündlichen und veränderten Zellen. Die Zellveränderungen sind jedoch unverdächtig. Meist werden sie durch Bakterien oder anderen Keimen verursacht.

Was tun? Untersuchung nach drei Monaten und eventuell eine Behandlung der Entzündung.

PAP III: Schwere entzündliche oder degenerative Veränderungen. Eine Beurteilung, ob die Veränderungen bösartig sind oder doch nur eine Entzündung im Körper tobt, ist nicht sicher möglich.

Was tun? Kurzfristige Kontrolle nach zirka zwei Wochen. Bei anhaltendem PAP III sollte eine Gewebeprobe aus dem Gebärmutterhals entnommen werden.

PAP III D: Zellen weisen leichte bis mäßige untypische Zellveränderungen auf. Das D steht für Dysplasie, Zellveränderung. Am Abstrich erkennt der Arzt, dass sich die Frau vor einigen Jahren mit dem Humanen Papiloma-Virus infiziert hat, dem Erreger von Gebärmutterhalskrebs. 85 bis 90 Prozent der Frauen schaffen es, dass ihr Immunsystem die Infektion bekämpft, werden immun gegen HPV-Erreger und bleiben gesund.

Was tun? Nach drei Monaten einen neuen Abstrich machen lassen. Bei über 60 Prozent verbessert sich das Ergebnis von selbst.

PAP IV: Im Abstrich sind schwere Zellveränderungen zu finden. Es kann sich um eine direkte Vorstufe von Krebs handeln.

Was tun? Gezielte Entnahme einer Gewebeprobe unter Lupenkontrolle (Kolposkopie) und mikroskopische Untersuchung des Gewebes (Histologie).

PAP V: Bösartige Zellen wurden gefunden. Dringender Verdacht auf Krebs.

Was tun? Gewebeprobe wird sofort entnommen und untersucht. Anschließend wahrscheinlich Operation, um den Tumor zu entfernen.

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