So behandelt man Morbus Crohn Schübe

Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Darms. Im schlimmsten Fall kann die Entzündung den gesamten Magen-Darm-Trakt vom Mund bis zum Darmausgang befallen. Tausende Menschen sind in Deutschland betroffen und leiden besonders bei starken Schüben.

extrem starke Bauchschmerzen können von Morbus Crohn verursacht werden Morbus Crohn Schübe führen zu sehr starken Bauchschmerzen

Morbus Crohn Schübe sind deswegen so belastend, weil sie mit starken Bauchschmerzen und Durchfall einhergehen. Da die Bauchschmerzen meistens verstärkt nach einer Nahrungsaufnahme auftreten, essen viele Patienten immer weniger. Sie verlieren Gewicht. Es kommt zu Mangelerscheinungen, oft zur Blutarmut und Eisenmangel. Schwäche und Leistungseinbußen sind dann die Folgen.

Es gibt inzwischen viele gute Behandlungsmöglichkeiten. Alle haben das Ziel die Entzündung zu hemmen:

Kortisonpräparate. Je nachdem, wie stark die Darmschleimhaut oder Darmwand betroffen ist, kommen örtlich oder im ganzen Körper wirkende Kortisonpräparate zum Einsatz. Kortison wirkt entzündungshemmend und verhindert, dass das körpereigene Immunsystem überreagiert. Oft werden auch künstlich hergestellte Kortison-Abkömmlinge wie Budesonid verschrieben, da diese meist weniger Nebenwirkungen haben. Budesonid entfaltet seine Wirkung direkt im Darm.

Biologicals. Helfen Kortisonpräparate nicht oder nicht genug, bekommt der Patient meistens so genannte Biologicals. Diese schalten gezielt entzündungsfördernde Stoffe aus. Konkret handelt es sich um einen der wichtigsten Botenstoffe des Immunsystems, den Tumor Nekrose Faktor alpha (TNF alpha). Dieser Botenstoff ist bei gesunden Menschen durchaus nützlich: Gelangen Bakterien in den Körper, hilft TNF alpha diese wieder loszuwerden. Bei Patienten mit Morbus Chrohn spielt der Organismus aber „verrückt“. Die Botenstoffe attackieren den eigenen Körper. Das einfache Motto der Biologicals: Werden wichtige Entzündungsstoffe ausgeschaltet, kann keine Entzündung im Körper entstehen.

Immunsuppressiva. Bei hoher Entzündungsaktivität wird den Patienten meistens empfohlen, so genannte Immunsuppresiva zu nehmen. Diese unterdrücken das Immunsystem. Der Arzt verordnet Wirkstoffe wie Azathioprin oder 6-Mercaptopurin.

Einige Patienten benötigen Medikamente nur bei einem akuten Schub, für andere ist es besser, diese dauerhaft einzunehmen. Das kann nur im Einzelfall entschieden werden.

Morbus Crohn Patienten sollten besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten. Obst und Gemüse liefern täglich die notwendigen Vitamine, aber auch eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß, Kohlenhydraten und Spurenelementen ist wichtig.

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