Multiple Myelom – wenn der Rückenschmerz anhält

Bei anhaltenden Rückenschmerzen gehen die Patienten oft von Arzt zu Arzt. Meistens wird jedoch übersehen, dass es sich auch um eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks handeln könnte: das Multiple Myelom. Typisch sind auch Schmerzen in den Schultern und Oberschenkeln.

Multiple Myelom kann die Ursache von anhaltenen Rückenschmerzen sein chronische Rückenschmerzen können eine Folge von Multiple Myelom sein

Das Multiple Myelom ist eine Tumorerkrankung der Plasmazellen. Diese befinden sich im Knochenmark. Ursache ist ein krankhafter Knochenabbau. Die Plasmazellen bilden Botenstoffe, die die Knochen nach und nach zerstören.

Das Multiple Myelom zählt mit rund 3000 Neuerkrankungen pro Jahr zu den seltenen Krankheiten. Meistens sind ältere Menschen über 70 Jahre betroffen.

Das Problem: Oft wird die Krankheit sehr spät diagnostiziert, da Rückenschmerzen viele Ursachen haben können. Eine Blutuntersuchung kann einen ersten Hinweis auf die Krankheit geben. Denn oft sind beim Multiple Myelom bestimmte Eiweißwerte erhöht. Zusätzlich sollte der Urin untersucht werden, weil sich in der Regel die Nierenwerte verschlechtern. Endgültig sichern lässt sich der Myelomverdacht jedoch nur mit einer Knochenmarkpunktion. Hierbei werden Plasmazellen entnommen, die anschließend genau untersucht werden können.

Die klassische Behandlung beim Multiple Myelom ist die Chemotherapie und Strahlentherapie. Am besten ist eine hochdosierte Chemotherapie mit Stammzelltransplantation.

Zwar ist das Multiple Myelom bisher nicht heilbar. Aber bei rechtzeitiger Behandlung kann die Lebensqualität verbessert und die Lebenszeit deutlich verlängert werden.

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