Nägelkauen – so wird man den Zwang zum Beißen wieder los

Keine schöne Angewohnheit: Nägelkauen, medizinisch Onychophagie genannt. Das Wort stammt aus dem Griechischen (ónychos = Nagel; phagein = essen). Nicht nur Kinder knabbern an den Fingern, sondern auch viele Erwachsene. Schätzungen zufolge tun es zehn Prozent der Erwachsenen. Dabei kann es sich um den harmlosen Ausdruck einer vorübergehenden Verlegenheit (Übersprungsbewegung) oder um das vieldeutige Symptom einer Verhaltensstörung (Zwangshandlung) handeln.

normale Fingernägel sehen besser aus auf Dauer wird den Nägeln geschadet

Wird ständig an den Nägeln gekaut, schadet das auch den Nägeln selbst. Die Nägel werden brüchig. Der Nagel kann so weit abgebissen werden, dass das Nagelbett verletzt wird, anschwillt und Entzündungen entstehen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern gefährliche Bakterien haben eine Eintrittspforte in den Körper.

Meist ist Stress die Ursache für das Nägelkauen. Neben Entspannungstechniken, die helfen, allgemein ruhiger und gelassener zu werden, sind noch andere Maßnahmen ratsam:

– Selbst prüfen, in welchen Situationen man an den Fingernägeln kaut. Am besten alles aufschreiben.

– Sich vorstellen, wie schön gepflegte Fingernägel aussehen. Und dass man selbst auf andere besser wirkt, wenn man nicht an den Nägeln knabbert.

– Überlegen, was man als Übersprungshandlung machen könnte, wenn man doch wieder mit dem Kauen beginnen möchte. Zum Beispiel die Hand zur Faust ballen.

Hilft das alles nichts, können bitter schmeckende Tinkturen auf die Nägel gepinselt werden. Diese helfen garantiert beim Abgewöhnen. Bei exzessivem Nägelkauen sollte eine Psychotherapie erwogen werden.

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