Was tun bei häufigem Nasenbluten?

Nasenbluten sieht meistens schlimmer aus als es ist. Oft ist es harmlos und die Blutung versiegt schnell. Kommt es jedoch immer wieder zum Nasenbluten, kann es für die Betroffenen sehr belastend sein. In solchen Fällen sollte ein Hals-Nasen-Ohrenarzt die Ursache abklären.

nicht nur Kinder können Nasenbluten haben Nasenbluten kann so schnell behandelt werden, wie es verursacht wird

In 95 Prozent aller Fälle befindet sich die Blutungsquelle in den vorderen Abschnitten der Nasenscheidewand. Denn diese Stelle ist sehr gut durchblutet. Außerdem sind die Blutgefäße dort oberflächlich gelegen. Besonders empfindlich und damit verletzungsanfällig ist die Schleimhaut bei Atemwegsinfekten. So kann schon ein leichtes Schnäuzen zu einer blutenden Nase führen.

Auch Menschen mit Bluthochdruck können anfälliger für Nasenbluten sein. Der Grund: Hoher Blutdruck belastet die Gefäßwandungen sehr: sie können aufplatzen. Hormonveränderungen in der Pubertät oder Blutgerinnungsstörungen gelten ebenfalls als mögliche Ursache für häufiges Nasenbluten.

Normalerweise fängt Blut sofort an zu gerinnen, wenn es an eine verletzte Stelle kommt. Das geronnene Blut ist der Klebstoff, der das Loch im Blutgefäß verklebt. Fertig ist das Blutgerinnsel aber nicht sofort – es dauert mindestens drei Minuten.

Damit das Blut wirklich in der Nase gerinnt und nicht auf die Hose tropft, sollte man überlegt handeln:

1. Ruhe bewahren! Wenn man sich aufregt, dann steigt der Blutdruck und drückt nur noch mehr Blut aus der Nase.

2. Dann mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel fest zusammenpressen! Alles, was weich ist an der Nasenspitze, muss zusammengedrückt werden. Dabei den Kopf nach vorn beugen und nicht nach hinten. Sonst verschluckt man Blut, Übelkeit würde entstehen.

3. Geduldig sein! Man muss die Nase drei oder vier Minuten zusammenpressen. Erst dann ist aus dem flüssigen Blutstropfen der Klebstoff geworden, der das Loch verschließt. Achtung: Wenn das Blut vier oder fünf Minuten braucht, um zu gerinnen und man löst die Kompression schon nach drei Minuten, dann fließt sofort neues frisches Blut. Bei jeder vorzeitigen Lösung der manuellen Kompression wird die Uhr sofort wieder auf “Null” gesetzt. Man muss also leider nach jedem fehlgeschlagenen Blutstillungsversuch länger die Wunde verschließen. Das gilt übrigens für jede blutende Wunde.

Unterstützend wirkt eine Kompresse mit kaltem Wasser im Nacken und am Hals. Durch den Kältereiz ziehen sich reflektorisch die Blutgefäße zusammen. Dann fließt das Blut nicht so schnell und nicht so viel. Normales Nasenspray wirkt ebenfalls abschwellend und damit blutungsstillend.

 

 

 

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