Gute Behandlungen bei Nasennebenhöhlenentzündung

Eine triefende, verstopfte Nase - wer kennt das nicht. Oft ist eine Nasennebenhöhlenentzündung, von Medizinern Sinusitis genannt, die Ursache. Rund zwölf Millionen Menschen in Deutschland sind jedes Jahr davon betroffen.

sehr viele sind jedes Jahr betroffen eine Nasennebenhöhlenentzündung kann der Grund für eine triefende Nase sein

Bisher wurden die verstopften Nasennebenhöhlen oft mit dem Messer erweitert. Haut und feine Knochenstege zwickt der Arzt dabei ab, um die Abflüsse aus den Höhlen im Gesichtsschädel zu vergrößern. Nachteil: Während der Wundheilung müssen Patienten meist mehrere Tage in der Klinik verbringen und unangenehme dicke Tampons in der Nase tragen. Nicht selten bilden sich Narben, die zu neuen Problemen führen.

Es gibt jedoch mittlerweile eine sanftere Behandlungsmethode: die Ballon-Sinuplastik. Dabei öffnet ein kleiner Ballon den Abfluss der Nasennebenhöhlen und sorgt so für eine Druckentlastung. Die Idee für die Methode stammt ursprünglich aus der Herzchirurgie. Per Katheter werden schon seit langem verengte Herzkranzgefässe erweitert.

Und so funktioniert das Verfahren: Über einen dünnen weichen Katheter, durch den ein Führungsdraht per Nasenhöhle in die Nebenhöhle eingebracht wird, wird der Ballonkatheter positioniert. Der Ballon wird aufgeblasen und der verengte Drainageweg dauerhaft erweitert, so dass das gestaute Sekret wieder abfließen kann.

Bei der schonenden Ballon-Sinuplastik werden die üblichen Komplikationen wie Nachblutungen, heftige Schmerzen und die Zerstörung der Schleimhaut vermieden oder sind stark vermindert.

Ein weiteres neues Verfahren ist die biostatische Siebbeinchirurgie. Beim Siebbein handelt es sich um einen lufthaltigen Knochen zwischen Auge und Nase, in dem fast alle Entzündungen der Kiefer- und Stirnhöhle entstehen. Bisher wurden bei Operationen alle Zellen, auch die nützlichen, radikal entfernt. Bei der neuen biostatischen Siebbeinchirurgie wird erstmals sorgfältig zwischen den „tragenden Wänden“ und den verengenden und verzichtbaren Zellen im Siebbein unterschieden. Folge: Mit einem feinen Endoskop werden nur die Zellen entfernt, die erkrankte Schleimhaut enthalten. Die Zellen, die für Belüftung und Sekretabfluss wichtig sind, bleiben somit erhalten.

Doch Vorsicht: Bevor sich Patienten mit einer Nasennebenhöhlenentzündung operieren lassen, sollte man unbedingt alle medikamentösen Möglichkeiten ausschöpfen. Empfehlenswert sind vor allem Nasensprays, die Kortison enthalten und das deregulierte Immunsystem in der Nase beruhigen.

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