Nesselfieber – was ist das?

Die Haut sieht aus, als habe man in Brennnesseln gefasst. Es kann der ganze Körper oder auch nur einzelne Stellen betroffen sein. Zunächst bilden sich blassrote bis rote Erhebungen. Diese werden schnell größer, bilden so genannte Quaddeln und jucken sehr stark.

Die Krankheit führt zu starkem Juckreiz Der extreme Juckreiz ist das Hauptproblem der Erkrankung

Nesselfieber ist eine der häufigsten Erkrankungen der Haut. Sie ist auch unter den Namen Nesselsucht, Quaddelsucht oder Urtikaria bekannt. Der extreme Juckreiz ist das Hauptproblem der Erkrankung. Denn die Betroffenen kratzen sich überall, können nachts nicht mehr schlafen. Bei Personen mit starker Allergie oder Überempfindlichkeit kann es auch zu Schwellungen der Schleimhäute mit Atemnot, Bauchschmerzen, Durchfall und sogar Kreislaufstörungen bis hin zum Schock kommen. In solchen Fällen muss unbedingt ein Notarzt kommen oder ein Krankenhaus aufgesucht werden.

Das Nesselfieber wird durch verschiedenste innere und äußere Reize ausgelöst. Die Hauptauslöser sind Medikamente und Nahrungsmittel sowie Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe in Lebensmitteln. Auch Inhaltsstoffe von Nüssen oder Soja, histaminhaltige Nahrungsmittel (z. B. Käse, Rotwein, Perlwein) oder spezielle Eiweiße, etwa in Milch, Fisch oder Muscheln kommen als Auslöser in Betracht.

Ein direkter Hautkontakt mit Brennnesseln, Quallen oder Schalen von Zitrusfrüchten kann eine Nesselsucht ebenso provozieren wie ein starker physikalischer Reiz, zum Beispiel Sonne oder Kälte. Außerdem kann Nesselsucht als Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen vorkommen, etwa bei Erkältungskrankheiten bei Kindern. Psychischer Stress kann eine Urtikaria verstärken.

Durch den fremden Reiz schlägt das Immunsystem des Menschen Alarm. Die Abwehrzellen setzen den Botenstoff Histamin frei, um gegen den „Eindringling“ zu kämpfen. Das führt wiederum dazu, dass sich die Blutgefäße der Haut stark erweitern. Es kommt zu Wassereinlagerungen in der Lederhaut – die eben als typische Schwellungen auf der Haut oder an den Schleimhäuten sichtbar werden.

Manchmal verschwinden die Quaddeln ganz von allein, ebenso schnell wie sie aufgetreten sind. Dann ist keinerlei Behandlung notwendig. Leidet der Patient jedoch sehr, muss unbedingt schnell gehandelt werden. Der Arzt verschreibt Antihistaminika oder Cortison, die sehr schnell den Juckreiz nehmen. Auch die Hautrötungen und Quaddeln verschwinden. Ist der Auslöser bekannt, muss dieser gemieden werden, damit die Behandlung wirkt und die Quaddeln nicht wieder auftreten.

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