Neuer Hirnschrittmacher bei Parkinson

Zittern, Gangstörungen, Muskelsteifigkeit – Patienten mit Parkinson haben es im Alltag schwer. Umso wichtiger ist eine gute Behandlung. Hirnschrittmacher haben sich in den letzten Jahren bewährt. Allerdings war bisher der Nachteil, dass sie batteriebetrieben waren und nur einige Symptome linderten. Jetzt gibt es einen neuen, viel besseren Schrittmacher.

Dank eines neuen Hirnschrittmachers können Patienten mit Parkinson den Alltag wieder normal verbringen.

Bei dem neuen Hirnschrittmacher werden zwei Elektroden eingepflanzt, die sich unabhängig voneinander auf die optimale Impulsstärke und -frequenz einstellen lassen. Der Vorteil: Es können mehrere Stellen im Gehirn stimuliert werden, und das in unterschiedlicher Stärke. So können viele Beschwerden beseitigt werden.

Das bringt beispielsweise die Möglichkeit, nicht nur den Tremor – also das durch die Parkinson-Krankheit verursachte unwillkürliche Zittern zu mindern, sondern auch auf die Haltungsstörung einzugehen, die aus einer benachbarten Hirnregion herrührt.

Weiterer Vorteil des neuen Schrittmachers: Er soll etwa neun Jahre lang halten und ist von außen wieder aufladbar. Denn er wird mit Akkus betrieben. Frühere Hirnschrittmacher mussten alle zwei bis fünf Jahre ausgetauscht werden.

Der Impulsgeber wird unter die Haut implantiert – im Bereich der Brust. Die Elektrodenkabel sind dehnbar, sodass der Patient sie nicht spürt, wenn er sich bewegt oder nur ruhig liegt.

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