Schulterschmerzen? Vielleicht ist eine Polymyalgie die Ursache

Schmerzen im Schultergürtel und Morgensteifigkeit können auf eine Polymyalgie hindeuten. Vor allem bei Menschen, die älter als 50 Jahre sind. Schmerzen in der Hüfte können ebenfalls hinzukommen.

Besonders bei älteren Menschen kann Polymyalgie die Ursache für Schulterschmerzen sein

Der Schmerz wird durch eine Entzündung ausgelöst. Diese betrifft in diesem Fall die Schleimbeutel im Bereich der Schultergelenke und des Beckengürtels. Wodurch diese Entzündung ausgelöst wird, ist bisher nicht bekannt.

Wichtig ist bei Polymyalgie eine zügige Diagnose, damit die Krankheit schnell behandelt werden kann. Denn gefürchtet werden vor allem die Folgeerkrankungen. Polymyalgiepatienten haben ein erhöhtes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Bei manchen Patienten kommt es gleichzeitig oder im Verlauf der Erkrankung zu einer Entzündung der großen Blutgefäße, eine sogenannte Vaskulitis entsteht. Hierbei kann es zu einer schlagartigen Erblindung kommen. Manche Polymyalgien entpuppen sich zudem im Verlauf als eine Variante des klassischen Gelenkrheumas, der Rheumatoiden Arthritis. Diese kann zu Gelenkzerstörungen führen.

Da die Erkrankung so einen gefährlichen Verlauf nehmen kann, wird empfohlen, auf Verdachtsmomente zu achten. Außer Schmerzen in der Schulter und in der Hüfte sowie eine Morgensteifigkeit klagen die Betroffenen besonders am Anfang über Kopfschmerzen oder Schmerzen beim Kauen.

Richtiger Ansprechpartner ist ein Internist oder Rheumatologe. Der Arzt wird den Patienten genau befragen: Ist der Schmerz beidseitig? Sind auch die Muskeln des Beckengürtels betroffen? Sind die Beschwerden am Morgen schlimmer als am Abend? Darüber hinaus sind Laboruntersuchungen notwendig. Bei der Polymyalgie sind fast immer stark erhöhte Entzündungszeichen nachweisbar, dies ist bei anderen Ursachen von Schulterschmerzen, zum Beispiel der Arthrose, nicht der Fall. Geübte Rheumatologen können die Entzündung auch im Ultraschall nachweisen und damit die Diagnose sichern.

Die gute Nachricht: Polymyalgie kann sehr gut mit Kortison behandelt werden. Damit lassen sich die Beschwerden fast immer beseitigen. Da Kortison nicht dauerhaft genommen werden darf, wird die Dosis dann langsam reduziert. Falls die Beschwerden dann erneut auftreten, gibt es auch andere gut wirksame Medikamente, die sich bei Polymyalgie bewährt haben.

1 Kommentar zu Schulterschmerzen? Vielleicht ist eine Polymyalgie die Ursache

  1. Mein Onkel ist über 50 und hat seit einiger Zeit starke Schulterschmerzen. Er tut mir sehr Leid wenn ich ihn anschaue und er sich mit den Schmerzen abquält. Sie erwähnen, dass bei einer Polymalgie schnell gehandelt werden sollte, da die Folgen sehr ernst enden könnten. Ich werde ihm empfehlen sich die Schultern röntgen zu lassen.

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