So lange halten Lebensmittel

Jeder Deutsche wirft pro Jahr 82 Kilo Lebensmittel in den Müll, wie eine Studie zeigt. Dabei wären 53 Kilo noch genießbar gewesen! Als einer der Gründe gilt, dass viele Menschen das Mindesthaltbarkeitsdatum missverstehen. Wichtig ist auch, die Nahrungsmittel richtig zu lagern.

Lebensmittel sind oft länger haltbar Lebensmittel halten oft länger als man denkt

Lebensmittel halten nicht ewig: Brot wird hart und trocken, Joghurt schimmelig und Gemüse runzelig. Das Nahrungsmittel verliert damit nicht nur seinen Geschmack, sondern oft auch seinen gesundheitlichen Wert.

Den wichtigsten Anhaltspunkt, wie lange ein Lebensmittel aufbewahrt werden kann, liefert das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Was viele nicht wissen: Das MHD beschreibt nicht den Tag, an dem das Lebensmittel verdirbt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Orientierungshilfe. Bis zu diesem Zeitpunkt garantiert der Hersteller, dass das Produkt bei sachgerechter Lagerung seine spezifischen Eigenschaften, wie Geschmack, Geruch, Konsistenz und Farbe behält.

Das bedeutet: Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist die Ware nicht automatisch verdorben. Sie darf sogar noch verkauft werden, wenn sie einwandfrei ist. Vor allem dürfen diese Lebensmittel noch verzehrt werden. Bei abgelaufenem MHD sollte man das Nahrungsmittel mit allen Sinnen prüfen. Schauen, schnuppern, riechen und im Zweifel wegwerfen, wenn es verdorben ist.

Wenn eine Packung einmal geöffnet ist, hat das MHD keine Gültigkeit mehr. Denn aus der Luft treffen nun Bakterien und Feuchtigkeit auf das Produkt, was seinen Verderb wesentlich beschleunigt. Darum gilt das MHD nur für noch verschlossene Verpackungen.


Leicht verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch oder Fisch tragen statt des Mindesthaltbarkeitsdatums ein Verbrauchsdatum. Solche Lebensmittel sind mit der Angabe „verbrauchen bis …“ versehen. Dieses Datum gibt den Zeitpunkt an, bis wann das Lebensmittel spätestens verbraucht werden sollte. Danach dürfen die Lebensmittel nicht mehr verkauft und gegessen werden, da es zu einer gesundheitlichen Gefährdung kommen kann. Auch Einfrieren sollte man solche Lebensmittel nicht mehr.

Vorbeugen ist möglich: Eine Einkaufsliste hilft, kritischer shoppen zu gehen. Hat man eine Liste, kauft man nur das, was nötig ist und vergisst nichts Wichtiges. Das spart im Übrigen auch Zeit, Geld und Nerven. Beim Einkauf sollte man auf die Qualität der Produkte achten. Tiefkühlgemüse hat genauso viele Vitamine wie frisches Gemüse, hält aber länger. Und noch ein Tipp: Bloß nicht hungrig einkaufen gehen. Die Folgen wären fatal: Man gibt mehr aus, als man will und am Ende wird im schlimmsten Fall noch ungesundes Fastfood für unterwegs gekauft, um den knurrenden Magen zu beruhigen.

Vom Einkauf zurück, ist die richtige Lagerung das A und O. Nur durch eine optimale Lagerung wird gewährleistet, dass die Lebensmittel lange frisch bleiben und die enthaltenen Nährstoffe bis zum Verzehr erhalten bleiben. Besonders wichtig: kühle Lagerung. Je niedriger die Temperaturen, desto schlechter vermehren sich die Mikroorganismen. Ab -10°C stellen die meisten Bakterien ihr Wachstum ein.

Grundsätzlich gilt: Je weiter oben sich das Fach im Kühlschrank befindet, desto wärmer ist es. Schließlich steigt Wärme nach oben. Ausnahmen bilden hier lediglich die Fächer in der Tür und das etwas wärmere Gemüsefach, da die darüber liegende Glasplatte die kalte Luft abhält.

Im Kühlschrank hat jedes Lebensmittel daher seinen Platz: Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Wurst sind an der kältesten Stelle im Kühlschrank zu lagern: also auf der Glasplatte. Im mittleren Bereich des Kühlschranks können Milchprodukte aufbewahrt werden. Käse sowie fertige Speisen kommen abgedeckt in den obersten Bereich des Kühlschranks. Getränke sowie Eier und Butter kommen in die dafür vorgesehenen Fächer in der Kühlschranktür. Obst, Gemüse und Salate halten sich am längsten im Gemüsefach des Kühlschranks.

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